Jung & Naiv
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#827 - Constanze Kurz (Chaos Computer Club) über Palantir & KI-Modelle

May 21, 2026 • 2h 15m

Summary

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Overview

Im sechsten Jung & Naiv-Gespräch mit Constanze Kurz, CCC-Sprecherin und Informatikerin, geht es um generative KI, automatisierte Datenanalyse durch Palantir bei deutschen Polizeien, Überwachungstechnologien und digitale Souveränität. Kurz kritisiert KI-Hype als primär Marketing, warnt vor Abhängigkeit von US-Tech-Konzernen und erklärt, warum sie die automatisierte Datenanalyse durch Palantir für verfassungsrechtlich problematisch hält. Sie sieht Hoffnung in europäischen Alternativen und digitaler Selbstbestimmung, zeigt sich aber skeptisch gegenüber vielen aktuellen KI-Versprechungen.

Hoffnung: Digitale Souveränität und europäische Alternativen

Kurz sieht Bewegung in Richtung digitaler Souveränität seit Trumps zweiter Amtszeit. Es gibt funktionierenden deutschen Mittelstand mit offenen Lösungen. NRW schreibt Alternativen zu Palantir aus. Französische Firma Chaps Vision bietet Alternativen an. Für Privatnutzer empfiehlt sie Graphene OS als Google-freies Smartphone-Betriebssystem. Der Digital Independence Day am ersten Sonntag im Monat hilft Menschen bei der Umsetzung. Der Chaos Computer Club arbeitet weiter an Aufklärung.

  • Bewegung bei digitaler Souveränität - nicht mehr nur bürgerrechtliche, sondern auch wirtschaftspolitische Frage
  • Deutscher Mittelstand bietet coole offene Lösungen an
  • NRW schreibt Palantir-Alternative europäisch aus
  • Graphene OS als nutzerfreundliches, Google-freies Smartphone-Betriebssystem empfohlen
  • Digital Independence Day (erster Sonntag im Monat) hilft bei technischer Umsetzung
" Mit dieser ganzen Debatte um digitale Souveränität und nach Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump ist so ein bisschen Bewegung ins Thema gekommen. "

KI-Hype versus Realität: Marketing statt Revolution

Constanze Kurz stellt klar, dass der aktuelle KI-Hype primär Marketing ist. Generative KI-Modelle bleiben 'stochastische Papageien' ohne echtes Verstehen - sie simulieren nur menschliche Texte basierend auf Wahrscheinlichkeiten. Während Übersetzung und Transkription durchaus nützlich sein können, hält sie technologische Durchbrüche für übertrieben dargestellt. Die angebliche Revolution bei IT-Sicherheit durch Tools wie Anthropics Mythos sieht sie kritisch - es gebe keine Beweise für außergewöhnliche Fähigkeiten.

  • KI ist primär ein Marketingbegriff, der schon seit den 60ern für Drittmittelakquise genutzt wird
  • Generative KI bleibt ein 'stochastischer Papagei' - simuliert nur, versteht nicht
  • Übersetzung und Transkription funktionieren gut und sind praktisch
  • Anthropics Mythos-Marketing hält sie für unbegründet - es sei das zweite Mal, dass sie solche Behauptungen machen
" Der Großteil von dem, was jetzt behauptet wird, ist Marketing. "
" Es bleibt in der generativen KI ein stochastischer Papagei. Es kann nur aufgrund von Wahrscheinlichkeiten wiedergeben, was eingespeist wurde. "

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